Am Aschermittwoch ist alles vorbei…

… Bei uns, im evangelischen Kinder- und Familienhaus, beginnt nun eine ganz besondere Zeit. Es ist die Passionszeit – besser bekannt als Fastenzeit. Es sind die 40 Tage vor dem Osterfest, in denen wir uns als Christen daran erinnern, warum Jesus sterben musste, um dann Ostern vom Tod aufzuerstehen und damit Ostern zu einem der beiden wichtigsten Feste im Christentum werden ließ. Oft haben wir in der Fastenzeit mit den Kindern auf irgendetwas verzichtet, um uns deutlich zu machen, wie gut es uns geht und was es bedeutet, nicht immer alles zu haben.

In diesem Jahr steht der Krieg in der Ukraine im Vordergrund. Die Kinder beschäftigen diese Nachrichten sehr und es tut gut, mit ihnen darüber zu reden, über die Ängste, die Hoffnungen, das Leiden oder die Möglichkeiten zu helfen. Empathie wecken ist sehr wertvoll in einer Zeit, wo man oft nur auf sich schaut. Gemeinsam etwas für andere tun oder vergeben üben werden in der Fastenzeit von uns aufgegriffen und passen zur aktuellen Lage. Wir sind also gespannt, wohin uns diese Themen führen werden.

Das Jesus bei uns ist, daran haben wir uns am Aschermittwoch gegenseitig erinnert. Wir haben die Luftschlangen von Faschingsdienstag verbrannt. Mit der Asche zeichneten wir uns ein Aschekreuz auf die Hand. Möge es unser Handeln und denken leiten in dieser Zeit!

— Katrin Däßler, Erzieherin, 14. März 2022