Wir schauen auf viel Bewegendes

Wir hatten ein Jahr voller Einschränkungen aber auch viel schöner Momente...

Unsere Arbeit mit den Kindern war in diesem Jahr leider immer wieder von der Coronasituation geprägt. Geplante Ausflüge konnten nicht stattfinden, der Schwimmkurs für die Vorschulkinder wurde Anfang des Jahres abgebrochen, abgetrennte Spielbereiche im Garten und fehlende Begegnungsmöglichkeiten der Kinder untereinander machten die tägliche Arbeit nicht leicht.

Auch von den Eltern wurde durch den eingeschränkten Regelbetrieb mit verkürzten Öffnungszeiten und wechselnden Regelungen beim Holen und Bringen einiges abverlangt. Wir bedanken uns für das bleibende Verständnis und das Mittragen der vielen Unwegsamkeiten!

Wie glücklich waren wir, als über den Sommer wieder so etwas wie Normalität einzog. Wir verabschiedeten unsere Vorschulkinder im September mit einer bewegenden Andacht in der Kesselsdorfer St. Katharinenkirche. Und es gab natürlich doch die langersehnten Zuckertüten, die im Pfarrgarten gewachsen waren. Endlich durften auch die Eltern mit dabei sein. Es fühlte sich richtig gut an.

Wir verabschiedeten in der ersten Jahreshälfte einige Kolleginnen. Neue Erzieherinnen begannen ihre Arbeit in unserem Haus im Sommer. Neue Krippen- und Kindergartenkinder gewöhnten sich von August bis November bei uns ein. Der eingeschränkte Regelbetrieb war aufgehoben, so dass wir auch konzeptionell wieder normal arbeiten und die teiloffene Arbeit umsetzen konnten. Alle Kinder durften sich wieder mischen und in den Gruppenräumen oder im Garten miteinander spielen.  Es entstand abermals ein Miteinander mit den Eltern, da wir ihnen wieder normal begegnen konnten. Das ist uns sehr wichtig und macht unser Haus zu einem wirklichen Kinder- und Familienhaus. Elterngespräche und Elternabende, gemeinsame Aktionen mit Eltern und Kinder bereichern unsern Alltag - eigentlich! Denn lieb gewordene Aktivitäten wie das Osterfrühstück mit den Eltern, Oma- und Opa- Nachmittage, das Kinderhausgeburtstagsfest, Flohmarkt, Herbstfest, Katharinentag und das Martinsfest konnten nicht wie gewohnt stattfinden. 2021 fanden diese Aktivitäten unter Ausschluss der Öffentlichkeit in den Gruppen statt. Eltern konnten wir leider nur davon berichten.

Trotz allem gestalteten wir den Alltag der Kinder interessant und abwechslungsreich. Die Vorschule begann im September wieder mit 11 neuen Jungen und Mädchen und dieses Mal läuft zu mindestens der Schwimmkurs für die Schulanfänger*innen weiter, auch wenn fast alle öffentlichen Einrichtungen wieder geschlossen sind.

Wir feierten das Martinsfest im November mal anders als in den Jahren zuvor und machten unseren eignen Umzug durch den anliegenden Park. Wir gestalteten mit den Kindern über das Jahr verschiedene Projekte zu Fahrzeugen, zu Berufen oder zu Natur. Besonders viel Freude hat uns allen unser Sommerprojekt gemacht unter dem Motto „Auf den Spuren alter Gemäuer“. Wir erkundeten und erforschten als „Kirchenentdecker“ die Gotteshäuser der Umgebung und machten sogar einen Ausflug in die Frauenkirche nach Dresden. Mit all diesen Aktivitäten konnten wir zeigen, dass wir unsere Zertifizierung als „Haus der kleinen Forscher“ zu Recht erhalten haben. Das Zertifikat wurde uns in diesem Jahr zum zweiten Mal verliehen.

Nun steht das Weihnachtsfest vor der Tür – Adventskranzbinden, große Morgenkreise zu den 4 Adventsonntagen, Adventsfeier und unser Krippenweg – alles ist wieder nur eingeschränkt möglich! Wir versuchen dennoch, Besinnlichkeit zu finden und eine Verbindung zu den Eltern aufrecht zu erhalten.

Wir hoffen, dass wir im nächsten Jahr wieder von vielen schönen gemeinsamen Aktionen mit allen Kindern und deren Familien berichten können!

Wir freuen uns drauf und wünschen allen ein gesegnetes neues Jahr!

— K. Däßler im Namen des Ev. Kinder- und Familienhauses, 23. Dezember 2021